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Spezifische Analysemöglichkeiten für Hochschul-Bilanzen

5. Workshop des Projekts „Hochschulsteuerung mittels der Analyse von Jahresabschlüssen“In den vergangenen Jahren hat ein Großteil der deutschen Hochschulen das kaufmännische Rechnungswesen eingeführt. Da dies mit erheblichem Aufwand verbunden war und ist, stellt sich zwangsläufig die Frage, welchen Ertrag das Unterfangen generiert (hat). Um die derzeitige Praxis zu reflektieren und wenn möglich zu verbessern, initiierte der Arbeitskreis Hochschulrechnungswesen der Universitätskanzler (mittlerweile aufgegangen im AK Hochschulfinanzierung) gemeinsam mit dem HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (HIS-HE) ein Projekt, welches im Anschluss an eine Bestandsaufnahme des jeweiligen Sachstands in den Ländern grundsätzliche Fragen der Ausgestaltung von Bilanz und Ergebnisrechnung thematisierte.
Die Vertreter der am Projekt beteiligten Universitäten und Fachhochschulen haben sich zur Aufgabe gemacht, Gestaltungsspielräume auszuloten und ggf. auch Korrekturbedarf zu spezifizieren, um bei einem möglichst überschaubaren Aufwand einen möglichst hohen Ertrag an steuerungsrelevanten Informationen zu generieren. Primäres Ziel des Erfahrungsaustauschs war allerdings nicht (bzw. konnte angesichts deutlich abweichender Regelungen in den einzelnen Ländern nicht sein), einheitliche normative Grundlagen für die Gestaltung von Jahresabschlüssen zu entwickeln.
Im Jahr 2013 trafen sich Vertreter von Hochschulen aus zehn Ländern zu drei Workshops. Während die erste Veranstaltung die Bilanzstruktur und -positionen zum Thema hatte, waren an den folgenden Terminen die Gestaltung der Ergebnisrechnung und die Bildung aussagefähiger Kennzahlen auf Grundlage der vom kaufmännischen Rechnungswesen gelieferten Zahlen Gegenstand der Diskussion.
Im Mai 2015 wurde die Workshop-Reihe fortgesetzt und Schwerpunkte der weiteren Arbeit festgelegt. Vier Unterarbeitsgruppen sollen zunächst Vorschläge für konkrete Empfehlungen erarbeiten: Die erste Arbeitsgruppe befasst sich mit aus dem Jahresabschluss ableitbaren hochschulspezifischen Kennzahlen; die zweite mit auf die Anforderungen der Hochschulen zugeschnittenen Ansätzen zur adäquaten Darstellung von Risiken und Bildung von Rücklagen; die dritte mit der sachgerechten Anwendung der Vorschriften des Handelsrechts auf Hochschulen; die vierte schließlich mit weiteren Perspektiven des hochschulischen Rechnungs- und Berichtswesens.
Nachdem am 13. und 14. Juli 2015 zwei Unterarbeitsgruppen entsprechende Grundlagen erarbeitet hatten, wurden am 21.9. die Themenbereiche „Kennzahlenbildung“ sowie „Bildung von Rücklagen und Risiken“ diskutiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verständigten sich zunächst auf ein Set von hochschulspezifischen Ergebnis- und Bilanzkennzahlen, welches nach der noch notwendigen Feinabstimmung und Verabschiedung im Kanzler-Arbeitskreis "Hochschulfinanzierung" zur breiteren Diskussion gestellt werden soll.
Weiterhin wurde beschlossen, Empfehlungen zur möglichst einheitlichen Differenzierung und Darstellung von Rücklagen zu erarbeiten. Diese sollen flankiert werden von einem Konzept zur Identifizierung und Quantifizierung von Risiken, die eine korrespondierende Rücklagenbildung zur Konsequenz haben. Übergreifendes Ziel dieser Aktivitäten ist, die Aussagekraft der Bilanz deutlich zu erhöhen.
Ebenfalls im Kontext des Themenblocks "Rücklagen und Risiken" wurde schließlich diskutiert, inwiefern nichtintendierten Effekten der hochschulinternen Budgetierung durch die Einrichtung eines "cash-pooling" entgegengewirkt werden kann.
HIS-HE wird zu allen genannten Themen Vorlagen erarbeiten, die auf dem noch nicht terminierten folgenden Workshop diskutiert werden sollen.