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Schwappt die MOOC-Welle nach Deutschland über?

Das Hasso-Plattner-Institut gründete hierfür die Bildungsplattform openHPI. Dort bietet es offene und kostenlose Online-Kurse zu Themen der Informationstechnologie an. Erfolgreiche Teilnehmer(innen) können am Ende eines Kurses ein Zertifikat erwerben. Vergangene Woche startete der erste Kurs, der von Stifter Hasso Plattner, Mitgründer und Aufsichtsratsvorsitzender des Softwarekonzerns SAP, geleitet wird. Plattner führt die Teilnehmer(innen) in die Thematik einer neuen Hauptspeicher-Datenbanktechnologie ein, die von SAP entwickelt wurde.

Bereits wenige Tage nach dem Start von openHPI hatten sich nach Angaben des Instituts fast 13.000 Teilnehmer(innen) aus 90 Ländern angemeldet. Damit ist openHPI zwar noch weit vom Erfolg der amerikanischen Plattformen entfernt. So sind auf Udacity, der Plattform des deutschstämmigen Stanford-Professors Sebastian Thrun, derzeit mehr als 110.000 Teilnehmende registriert. Dennoch sind die Zahlen beeindruckend.

Bislang kommen die meisten Nutzer(innen) von openHPI aus Deutschland (6.000). Weitere 2.600 Teilnehmer(innen) kommen aus Indien, 900 entfallen auf die USA und 730 auf die Ukraine. Länder mit 100 bis 200 Lernenden sind Brasilien, Russland, China, Großbritannien, Irland, Kanada, Österreich und die Schweiz. Unter den Ländern mit bis zu 100 Teilnehmer(inne)n sind Mikronesien, die Demokratische Republik Kongo, Costa Rica und Kirgistan.

Auch mit Blick auf das Alter offenbaren die Teilnehmenden große Diversität: So sind die jüngsten Lernenden gerade einmal 13 Jahre alt; der älteste Kursteilnehmer ist 91. Am stärksten vertreten ist die Altersgruppe der 21- bis 30-Jährigen. Der Altersdurchschnitt liegt nach HPI-Angaben bei 35 Jahren.

Die Kurse werden in deutscher und englischer Sprache angeboten und von Professor(inn)en des HPI geleitet. Zulassungsbeschränkungen gibt es nicht. Ab November soll ein zweiter Onlinekurs in die Technik hinter dem World Wide Web einführen. Daneben gibt es eine ganze Reihe von Ideen zum Ausbau des Angebots: „Wir werden zum Beispiel Einführungen in die Grundlagen der Informatik anbieten. Dabei geht es etwa um Aufbau und Wirkungsweise komplexer IT-Systeme, um die Funktionsweise von Internet und WWW, um die Sicherheit in der Informationstechnologie und um den Schutz der Privatsphäre in der digitalen Welt“, erläutert HPI-Direktor Christoph Meinel. Geplant seien des Weiteren Kurse zu aktuellen Entwicklungen in der Informationstechnologie wie Semantic Web oder Multicore und Cloud Computing.

Jeder Kurs dauert rund zwei Monate. Die Kursmaterialien umfassen Lernvideos, Selbsttests, wöchentliche Hausarbeiten und eine abschließende Prüfung. Bei erfolgreicher Teilnahme erhält der/die Lernende ein Zertifikat. Sämtliche Materialien werden montags im Web veröffentlicht und können jederzeit individuell bearbeitet werden. In Diskussionsforen werden die unterrichteten Themen zwischen Lernenden und Lehrenden besprochen. Wöchentliche Video-Antworten der Kursbetreuer(innen) bieten Vertiefungen zu den wichtigsten und am häufigsten diskutierten Fragen.

In den University World News diskutieren Fachleute gegenwärtig die Frage, wie stark die akademische Lehre sich durch die Verbreitung von MOOC verändern wird. Sebastian Thrun zumindest hat Großes vor: Er will nicht weniger als die Demokratisierung hochschulischer Bildung erreichen – und irgendwann nicht mehr Kurse für 200 Studierende an der Universität Stanford geben, sondern Kurse mit 200.000 Teilnehmer(inne)n aus aller Welt auf Udacity. (tm)

Quellen: HPI, Udacity, University World News