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Neue Prognose: KMK rechnet mit deutlich mehr Studienanfängern

Nach der neuen Vorausberechnung werden die Studienanfängerzahlen bis zum Ende des Prognosezeitraums über den Zahlen des Jahres 2005 liegen, das als Basisjahr für die Ausgestaltung des Hochschulpakts maßgeblich ist. Ihren Höhepunkt erreichte die Zahl der Studienanfänger(innen) 2011, als sich knapp 516.000 junge Menschen für die Aufnahme eines Studiums entschieden. Zu dem starken Anstieg der Studienanfängerzahlen haben nach den Analysen der KMK insbesondere die doppelten Abiturjahrgänge in mehreren Ländern, eine deutlich gestiegene Studierbereitschaft sowie die Aussetzung der Wehrpflicht beigetragen. Hinzu kommt ein – bislang noch verhaltend – steigender Anteil beruflich Qualifizierter, die ein Studium aufnehmen, und eine wachsende Anzahl von Studienanfänger(inne)n, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben haben.

Für 2012 geht die KMK von einem leichten Rückgang der Studienanfängerzahl auf 470.000 aus; bereits 2013 rechnen die Länder jedoch wieder mit einem Anstieg auf 490.000. Ein Absinken unter das Niveau von 2010 ist mit 442.000 Studienanfänger(inne)n demnach frühestens im Jahr 2021 zu erwarten. Bis 2019 werden hingegen jedes Jahr deutlich über 450.000 Menschen ein Studium beginnen.

Wie die KMK in ihrer Analyse der Prognosedaten schreibt, weichen die Ergebnisse der neuen Vorausberechnung „deutlich“ von der letzten Prognose aus dem Jahr 2009 ab. Pro Jahr ergibt sich demnach ein Plus an zusätzlichen Studienanfänger(inne)n von etwa 75.000, kumulativ für die Jahre 2011 bis 2020 von etwa 749.000. Die KMK weist allerdings darauf hin, dass auch die neuen Zahlen mit Unsicherheiten behaftet sind. Für die Prognose werden die aktuellen Rahmenbedingungen in die Zukunft verlängert: „D. h., die Zahlen stellen dar, wie viele Studienberechtigte unter der Annahme, dass sich die wesentlichen Verhaltensparameter (Studierneigung, Mobilität usw.) nicht verändern, Studienplätze nachfragen werden. Sofern dieser Nachfrage ein qualitativ oder quantitativ nicht hinreichendes Angebot an Studienplätzen gegenübersteht, kann die tatsächliche Zahl der Studienanfänger unter der in dieser Modellrechnung ausgewiesenen Zahl liegen. Sofern, wie politisch intendiert, die Bildungsbeteiligung weiter steigt, können die realen Zahlen ebenso gut höher ausfallen“, erläutert die KMK.

Die „dynamische Entwicklung“ der Studienanfängerzahlen bezeichnen die Kultusminister(innen) als „erfreulich“. Da die alte KMK-Prognose als Grundlage für die Ausstattung der ersten Säule des Hochschulpaktes zur Schaffung neuer Studienplätze dient, wächst nun der Druck, den Hochschulpakt aufzustocken. Mit 9,5 Milliarden Euro bezifferte die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer in der ZEIT die Kosten für die zusätzlich benötigten Bachelorstudienplätze bis 2020. Hier seien die erforderlichen Masterstudienplätze noch nicht mit eingerechnet. Bauer forderte eine Beteiligung des Bundes an der Finanzierung. „Die Länder werden auch das Ihre tun müssen“, sagte sie. „Aber ich erwarte, dass der Bund sich nicht aus der Verantwortung stiehlt.“ Dass die Anfängerzahlen dauerhaft hoch bleiben, sei angesichts des drohenden Fachkräftemangels eine hervorragende Nachricht.

Auch der hochschulpolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Kai Gehring, forderte mehr Geld für den Hochschulpakt und den Aufbau weiterer Studienplätze: „Die deutlich nach oben korrigierte KMK-Prognose gießt in Zahlen, was sich schon lange abzeichnet: die Verdopplung der Studienanfängerzahlen. Dem vermeintlich kurzzeitigen Studierendenberg folgt keine Talfahrt, sondern ein dauerhaftes Hochplateau.“ Auch die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) forderte, dass nun schnell Konsequenzen gezogen werden müssten. Für das Deutsche Studentenwerk (DSW) betonte dessen Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde, dass nicht nur die Zahl der Studienplätze weiter wachsen, sondern auch die soziale Infrastruktur in gleichem Umfang ausgebaut werden müsse. „Ein Kalkulieren in Studienplätzen allein genügt nicht. Um ein Studium erfolgreich zum Abschluss zu bringen, benötigen die Studierenden ein bezahlbares Dach über dem Kopf, campusnahe, günstige Verpflegung, studienbegleitende Beratung, Kinderbetreuung sowie eine gesicherte Studienfinanzierung“, wird Meyer auf der Heyde in einer Mitteilung seines Hauses zitiert.

Die nun vorgelegte neue Prognose wird voraussichtlich im März von den Kultusminister(inne)n verabschiedet. (tm)

Quellen: KMK, HRK, DSW, ZEIT, Spiegel online, ZWD