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Die hohe Schule: Vermittlung wissenschaftlicher Themen in die Öffentlichkeit

Für herausragende Vermittlung seiner Themen als Wissenschaftler wird dieses Jahr Professor Gerd Gigerenzer, Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin, als der zwölfte Preisträger des Communicator-Preises von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ausgezeichnet. Der Psychologe und Risikoforscher erhält den Preis für seine Fähigkeiten, zentrale Themen wie die Kunst des Entscheidens und den Umgang mit Risiken und Unsicherheiten einer breiten Öffentlichkeit nahezubringen. Der „Communicator-Preis – Wissenschaftspreis des Stifterverbandes“ ist mit 50.000 Euro dotiert und gilt als die wichtigste Auszeichnung für die Vermittlung von wissenschaftlichen Ergebnissen in Medien und Öffentlichkeit in Deutschland. Mit dem Preis zeichnen die DFG und der Stifterverband seit dem Jahr 2000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus, die ihre Forschungsarbeiten einem breiten Publikum vielfältig, originell und kreativ nahebringen und sich darüber hinaus um den immer notwendigeren Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit verdient machen.

Mit dem 63 Jahre alten Risikoforscher erhält ein Wissenschaftler den Communicator-Preis, der nach Einschätzung der Jury hohe wissenschaftliche Qualität mit wirkungsvoller öffentlicher Darstellung zu verbinden vermag. Durch den Einsatz unterschiedlicher Formate wie Vorträge, Diskussionsrunden, Artikel in Zeitungen und Zeitschriften sowie Buchpublikationen erreicht der neue Communicator-Preisträger vielfältige relevante Zielgruppen. Seine mehrfach ausgezeichneten Sachbücher wie „Das Einmaleins der Skepsis“ und „Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten“ wurden in 18 Sprachen übersetzt.

Die Jury hob besonders hervor, dass sich Gigerenzer nicht auf reine Informationsvermittlung beschränke, sondern pro-aktiv auch Praktiker wie Richter, Ärzte und Manager im In- und Ausland in Risikokommunikation und Entscheidungsfindung trainiere. Gerd Gigerenzer arbeitete nach Promotion und Habilitation in der Psychologie an der Universität München, von 1984 bis 1990 als Professor für Psychologie an der Universität Konstanz. Nach Jahren an den Universitäten Salzburg und Chicago wechselte Gigerenzer 1995 als Direktor an das Max-Planck-Institut für psychologische Forschung in München, bevor er 1997 Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin wurde. 2008 übernahm er zusätzlich die Leitung des neu gegründeten Harding-Zentrums für Risikokompetenz in Berlin.

Gerd Gigerenzer ist der zwölfte Preisträger des Communicator-Preises. Unter den bisherigen Preisträgern waren unter anderen der Astrophysiker Harald Lesch, der Katholische Theologe Hubert Wolf, der Paläoanthropologe Friedemann Schrenk sowie die Berliner Sozialwissenschaftlerin Jutta Allmendinger.
Gekürt werden die Preisträger von einer Jury aus Wissenschaftsjournalisten, Kommunikations- und PR-Fachleuten, die unter dem Vorsitz eines DFG-Vizepräsidenten steht. Die Jury hatte auch 2011 erneut die Wahl zwischen einer Vielzahl qualitativ hochstehender und professioneller Bewerbungen. Insgesamt 36 Forscherinnen und Forscher aus allen Wissenschaftsgebieten waren für den Preis vorgeschlagen worden. Sechzehn Kandidatinnen und Kandidaten kamen in die engste Wahl, in der sich am Ende Gerd Gigerenzer durchsetzte.

Auch ein neues Internet-Projekt will den Graben zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit überbrücken: Das Anfang April gestartete Forschungsblog der Fraunhofer-Gesellschaft stellt Projekte rund um die Themen Energie, Gesundheit und Materialforschung vor. Das Forschungsblog bietet u. a. im „Dual-Blogging“ Beiträge in zwei verschiedenen Darstellungen an: Ein Fachtext in der linken Spalte wird begleitet von einem parallelen Text in der rechten Spalte, der lebensnaher und unterhaltsam eine „blogaffine Perspektive des gleichen Themas“ bieten soll. Betrieben wird das Blog vom Blogger und Werbetexter Sascha Lobo sowie den Wissenschaftsbloggern Florian Freistetter und Lars Fischer. Das Blog ist ein Projekt der Fraunhofer-Initiative „Discover Markets“, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird. Ziel ist, eine breitere Öffentlichkeit in die Arbeit der Fraunhofer-Gesellschaft einzubinden.

Quellen: DFG/Stifterverband, dpa