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Smarter Helfer für das Studium: Studierende tragen zur Entwicklung eines digitalen Assistenten bei

BMBF stärkt Schwerpunktbereich „Digitalisierung der Hochschule“ bei HIS-HE

26.11.2018

Im Rahmen des Förderprogramms „Innovationspotenziale digitaler Hochschulbildung“ fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung seit dem 1. November das Verbundprojekt „Studienindividualisierung durch digitale, datengestützte Assistenten“ (SIDDATA). Das HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (HIS-HE) wird den Modelleinsatz des digitalen Studienassistenten, der im Rahmen des Verbundprojekts an drei Universitäten unter Federführung der Universität Osnabrück entwickelt wird, projektbegleitend evaluieren.

Das SIDDATA-Projekt untersucht, ob und wie Studierende bei der Erreichung individueller Bildungsziele unterstützt werden können, indem bislang unverknüpfte Daten und Informationen in einem digitalen Studienassistenten zusammengeführt werden. Studierende werden den Assistenten auf ihren Mobilgeräten nutzen und dabei individuell festlegen können, welche Faktoren und Datenquellen berücksichtigt werden sollen (z. B. Daten aus Lernmanagementsystemen, Angebote und Ressourcen anderer Hochschulen und Institutionen).

Studierende sollen ermutigt werden, eigene Bildungsziele zu definieren und konsequent zu verfolgen. Der zu entwickelnde digitale Assistent soll sie bei dem Erreichen ihrer jeweiligen Bildungsziele unterstützen. Die datengestützte Umgebung soll künftig in der Lage sein, situationsadäquat Hinweise, Erinnerungen und Empfehlungen zu geben, und Vergleiche mit unterschiedlichen Bezugsnormen ermöglichen. Diese Hinweise und Empfehlungen sollen Studierenden helfen, informierte Entscheidungen für den eigenen individuellen Bildungsweg zu treffen.

Im Rahmen dieses vielschichtigen Forschungs- und Entwicklungsprojekts wird das HIS-Institut für Hochschulentwicklung den Assistenten evaluieren, der modellhaft an drei Universitäten implementiert wird. HIS-HE wird im Projektverlauf einen kontinuierlichen Klärungsprozess aufbauen, der u. a. die Ziele und Interessen der wichtigsten Stakeholder – allen voran die Studierenden – mit dem Stand der komplexen Technologieentwicklung in Übereinstimmung bringt.

Der digitale Studienassistent soll unterschiedliche Nutzertypen, Studienformen und Lernbedingungen berücksichtigen, um Studierende mehr aus vorhandenen Daten zu Kursen, Inhalten und eigenen Leistungen machen zu lassen. „Damit der Assistent Studierende in unterschiedlichen Lebenslagen bei dem Erreichen ihrer Bildungsziele unterstützen kann, überprüfen wir die Wirksamkeit des Systems an den beteiligten Hochschulen für verschiedene Beispielszenarien. Vorschläge der studentischen Nutzerinnen und Nutzer fließen anschließend in den Entwicklungsprozess zurück.“ erklärt Dr. Klaus Wannemacher, der Leiter des SIDDATA-Teilprojekts HIS-HE.

Das Verbundprojekt SIDDATA, an dem Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen wie Wirtschaftsinformatik, Kognitionswissenschaft, Hochschuldidaktik und dem Querschnittsbereich E-Learning beteiligt sind, wird gemeinsam mit der federführenden Universität Osnabrück, der Leibniz-Universität Hannover und der Universität Bremen für zunächst 3,5 Jahre durchgeführt und kann bei Erfolg um weitere 2,5 Jahre verlängert werden. Die Förderung des Verbundprojekts beträgt insgesamt 3,9 Millionen Euro.

Pressekontakt

Katharina Seng