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Leitung bauliche Hochschulentwicklung

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Kommunikation ist der Schlüssel zur Sicherheit für “Dritte in Hochschulen”

Zum HIS-HE-Forum Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am 1. und 2. Dezember 2014 an der Goethe-Universität Frankfurt/M.Mit Dr. Eilhard Hillrichs (Leiter des Referats Arbeitsschutz und Brandschutz an der Goethe Universität Frankfurt), Walter Gast (Sicherheitsingenieur und Brandschutzbeauftragter an der Technischen Universität Hamburg-Harburg) und Dr. Dieter Szewczyk (Dezernent für Gebäude-, Sicherheits- und Umweltmanagement an der Bergischen Universität Wuppertal) leiteten drei gestandene Praktiker aus Hochschulen in die Schwerpunktthemen der Tagung ein. Sie machten damit die große Bandbreite der an die Hochschulen gestellten Anforderungen und dadurch auftretenden Konflikte deutlich. „Wer trägt die Verantwortung?“ ist dabei häufig eine zentrale Frage.
Wie wichtig es ist, sich bei der Sicherheitsplanung insbesondere von großen Veranstaltungen in die Situation der Besucher zu versetzen, machte Sabine Funk (Geschäftsführerin des Internationalen Bildungs- und Trainingszentrums für Veranstaltungssicherheit IBIT GmbH) deutlich. Aspekte der baulichen und technischen Sicherheit stünden zumeist im Fokus, aber der Faktor Mensch würde vielfach vernachlässigt. Mithilfe sogenannter Crowd-Management-Strategien könnten dagegen bereits im Vorfeld Maßnahmen getroffen werden, die ein sicheres und angenehmes Umfeld für große Menschenmengen gewährleisteten und damit Unsicherheiten, Stress etc. bei Besuchern vermieden.
Mit der Darstellung des täglichen Geschäfts im Veranstaltungsmanagement wurde von Jochen May und Birgit Wollenweber von der CampuService GmbH die Praxis an der Goethe-Universität Frankfurt von der Planung, über die Betreuung bis zum Abbau vorgestellt. Bei einem abschließenden Rundgang über den Campus Westend konnten sich die Teilnehmenden einen Eindruck von der Leitung von Besucher- und Verkehrsströmen verschaffen.
Bei der Vorstellung der an der Technischen Universität Darmstadt praktizierten Verfahrensweisen zum Vermietungs- und Überlassungsmanagement außerhalb des regulären Lehr- und Forschungsbetriebs machte die Dezernentin Immobilienmanagement, Heike Keil, deutlich, mit welchen Instrumenten die Kommunikation und Abstimmung aller Beteiligten, die baulichen und technischen Voraussetzungen sowie die notwendigen vertraglichen Vereinbarungen sichergestellt werden.
Die Übertragung von Unternehmer-, Arbeitgeber- bzw. Betreiberpflichten in einer Forschungs- und Lehreinrichtung ist mit vielen Hürden verbunden. Dies träfe insbesondere auf eine Einrichtung zu, die aus der Fusion zweier Institutionen mit ganz unterschiedlichen Kulturen, wie der Universität Karlsruhe und dem Forschungszentrum Karlsruhe, entstanden ist. Dr. Gerhard Frank, Leiter Sicherheit und Umwelt am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), hat sich dieser Aufgabe gestellt und erläuterte den Teilnehmenden den am KIT eingeschlagenen Weg.
Zur Einleitung des Schwerpunktthemas Fremdfirmenmanagement stellte Prof. Dr. Ing. Peter Hartung (Berufsgenossenschaft Holz und Metall) die beim Fremdfirmeneinsatz zu berücksichtigenden rechtlichen Grundlagen sowie die bei den verschiedenen Unfallversicherungsträgern zur Verfügung stehenden Hilfestellungen vor.
Lutz Potthast (Abteilungsleiter des Infrastrukturellen Gebäudemanagement) und Dr. Anette Ahrens-Moritz (Leitung Arbeits- und Umweltschutz) von der Universität zu Köln stellten anschaulich Intention, Entstehungsgeschichte, Erfahrungen in der praktischen Anwendung sowie den daraus resultierenden Überarbeitungsbedarf der bereits 2008 an der Universität zu Köln eingeführten Fremdfirmenrichtlinie vor. Deren Weiterentwicklung ist bereits in vollem Gange – in diesem Zusammenhang sind die beiden Referenten sehr an einem gegenseitigen Erfahrungsaustausch mit anderen Hochschulen interessiert.
Dr. Albrecht Fester (komm. Leiter Immobilienmanagement der Goethe-Universität Frankfurt) und Frank Oschkinis (Gruppenleiter Infrastruktur und Technik an der Universität Kassel) berichteten in einem Interview zum Thema „unliebsame Gäste“ über Vandalismus-Vorfälle in den beiden Einrichtungen. Dabei wurden Hintergründe, Sofortmaßnahmen zur Gefahrenabwehr und Schadensbegrenzung sowie präventive Maßnahmen diskutiert. Fazit: Derartige Vorfälle lassen sich nicht verhindern, aber es ist wichtig, darauf vorbereitet zu sein, um schnell und richtig reagieren zu können.
Neben dem von dieser Veranstaltungsreihe traditionell angesprochenen Bereich Arbeitssicherheit und Brandschutz waren auch Interessierte aus dem Gebäude- und Veranstaltungsmanagement vertreten. Die Möglichkeit des gegenseitigen Austauschs und die Vernetzung über Funktionen hinweg wurde dabei ausgiebig von den Teilnehmenden genutzt.