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Strategische Entwicklung von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften 2018

Fachbereichsentwicklung, Forschungsstrategie und innovatives Hochschulmanagement

04. bis 05. September 2018 in Hannover

Hochschulen für Angewandte Wissenschaften haben sich in den vergangenen Jahren vehement weiterentwickelt und sind mit dem traditionellen Typus einer akademischen Lehranstalt, genannt Fachhochschule, nicht mehr zu vergleichen. Stattdessen haben die HAW zunehmend einen speziellen Charme entwickelt, bei dem praxisorientierte Lehre mit anwendungsbezogener Forschung und Entwicklung verknüpft wird. In engem Kontakt mit (über)regionalen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteuren werden Transferprojekte vorangetrieben, in denen Studierende frühzeitig praktische Erfahrungen sammeln und das theoretische Wissen in praxisrelevante Felder übertragen können. Diese enge Verzahnung garantiert denn auch häufig einen reibungslosen Eintritt der Absolventen in die Berufspraxis. Sie trägt damit aber auch wesentlich zur Lösung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen bei.

Die Entwicklung der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften zeigt sich neben der wachsenden Zahl der Studierenden auch in der deutlichen Ausweitung des Fächerspektrums. Zudem sind Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in der Forschung sehr erfolgreich gewesen. Wenngleich die strukturellen Rahmenbedingungen für Forschung an HAW – wie das hohe Deputat der Hochschullehrer, der fehlende Mittelbau und die unzureichende Forschungsinfrastruktur – wahrlich nicht optimal sind, so wird an den HAW gleichwohl so viel und so intensiv geforscht wie nie zuvor. Dieser Trend zeigt sich neben dem deutlichen Ansteigen der Drittmittel u. a. auch in der Verleihung des Promotionsrechts an drei Promotionszentren an HAW in Hessen, der Gründung von 17 Technologietransferzentren in Bayern oder auch der Forderung nach der Gründung einer Deutschen Transfergemeinschaft (DTG) in Analogie zur DFG.

Gleichwohl sind Hochschulen für Angewandte Wissenschaften aufgefordert, sich dem zunehmenden Wettbewerb im Prozess der Ausdifferenzierung des Hochschulsystems zu stellen und sich in ihrer inneren Verfasstheit zu professionalisieren. Nur so können sie den aktuellen Herausforderungen und gesellschaftlichen Veränderungen aktiv begegnen.

Die Veranstaltung befasste sich mit folgenden Fragestellungen:

  • Fachbereichsentwicklung: Wie lässt sich die strategische Entwicklung von Fachbereichen vorantreiben? Über welche Elemente muss diese verfügen? Wie können spezifische Profile beteiligungsorientiert erarbeitet und implementiert werden?
  • Forschungsstrategie: Wofür ist eine Forschungsstrategie überhaupt notwendig? Welche Vorteile hat eine Forschungsstrategie für den einzelnen Wissenschaftler? Wie kann man den Prozess der Entwicklung einer Forschungsstrategie organisieren?
  • Verwaltungsmodernisierung/Hochschulmanagement: (Wie) Lässt sich eine Hochschulverwaltung steuern? Welche Instrumente/Bezugskonzepte stehen dafür zur Verfügung? Welche Vorteile bringt ein Prozessmanagement der Hochschulverwaltung?

Die Veranstaltung richtete sich an Mitglieder von Hochschulleitungen und Dekanaten aus Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und sowie an MitarbeiterInnen aus den Bereichen Hochschulentwicklung, Hochschulmanagement, Hochschulsteuerung sowie Organisations- und Personalentwicklung.

Vorträge
  1. Transformative Wissenschaft und die Rolle der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften
    Prof. Dr. Uwe Schneidewind
  2. Die Forschungsstrategie der Hochschule Aalen – Strategische Überlegungen und die praktische Umsetzung
    Prof. Dr. Gerhard Schneider
  3. Entwicklung, Prozess und Ergebnisse einer Hochschulstrategie - Ein Praxisbeispiel (Folien)
    Entwicklung, Prozess und Ergebnisse einer Hochschulstrategie - Ein Praxisbeispiel (Vortragsmanusskript)
    Dr. Muriel Helbig
  4. Perspektiven der Forschung in bayerischen Technologietransferzentren
    Dr. Peter Altvater
  5. Eine Forschungsstrategie der Forschenden für die Fachhochschule Bielefeld
    Dr. Georg Jongmanns
  6. Die strategische Entwicklung des Fachbereichs DCSM der Hochschule RheinMain
    Prof. Dr. Martin Gergeleit
  7. Zur Entwicklung des inhaltlichen Profils des Fachbereichs Bauen und Gestalten der Hochschule Kaiserslautern
    Prof. Rolo Fütterer
  8. Modernisierung einer Hochschulverwaltung – Einführung von Zielvereinbarungen, Entwicklungsplanungen und Budgetierung
    Frau Ayse Asar
  9. Gelebte Prozesskultur – Prozess- und Dokumentenmanagement an der Fachhochschule Münster
    Matthias Welp

Tagungsort

Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Leibnizhaus
Holzmarkt 4 - 6
30159 Hannover

Nähere Auskünfte

Peter Altvater

Veranstaltungsmanagement

Ilona Schwerdt-Schmidt