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HIS-HE

Mäuse ohne Ende? – Zukünftiger Infrastrukturbedarf der biomedizinischen Versuchstierforschung

04. Dezember 2013 in Hannover (Leibnizhaus)

Zielgruppe: Forschungsdekaninnen und -dekane aus der Medizin und der Biologie, Leiterinnen und Leiter von Versuchstiereinrichtungen, Bauplanerinnen und -planer in Medizinischen Fakultäten, Universitätskliniken und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Vertreter der zuständigen Wissenschafts- und Finanzministerien.

Themen: Neue Erkenntnisse der molekularbiologischen Grundlagenforschung sowie deren Anwendung in der Medizin und der Pharmazie basieren zumeist auf Versuchen an gentechnisch veränderten Mäusen. Mit der Drittmittelforschung wächst daher der Bedarf insbesondere der Medizinischen Fakultäten und Universitätsklinika an modernen Versuchstierzentren. Entsprechend wurden und werden an vielen Standorten hoch installierte Gebäude zur baulich und lüftungstechnisch ab-geschirmten Unterbringung von Mäusen errichtet, ohne den Bedarf vollständig abdecken zu können.

Die typischen Neubauten weisen eine hohe Spezialisierung auf die Maushaltung auf. Während Ratten lediglich andere Kä-fige erfordern, benötigen die Großtiere der experimentellen Chirurgie und Transplantationsmedizin gänzlich anders konzi-pierte Räume. Aquarienanlagen für die zunehmend auch in der Medizin eingesetzten Zebrafische setzen eine völlig andere Gebäudeinfrastruktur voraus. Zudem stellen erste Erkenntnisse die Übertragbarkeit der Ergebnisse der Mausforschung auf den Menschen bei wichtigen Krankheitsfeldern in Frage.

In einem gemeinsamen Workshop wollen HIS und die Gesellschaft für Versuchstierkunde/Society of Laboratory Animals (GV-SOLAS) daher diskutieren, ob das Wachstum der Mausforschung in den nächsten Jahren ungebrochen weitergehen wird oder ob die Forschung stärker an anderen Tierarten stattfindet und was dies für die Bauplanung bedeutet.

Ausgangspunkt bildet eine Bestandsaufnahme der Formen und Trends der biomedizinischen Versuchstierforschung. An Referenzbeispielen werden dann die baulichen Anforderungen der verschiedenen Versuchstierarten und Möglichkeiten und Grenzen flexibler Gebäudekonzeptionen aufgezeigt. Ansatzpunkte zur qualitativen und quantitativen Bedarfsprognose runden die Veranstaltung ab.

Teilnahmegebühr: 142,80 € pro Person (incl. gesetzl. USt.)