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Forum Bedrohungsmanagement 2018

Hochschulen in Deutschland nehmen sich des Themas Bedrohungsmanagement zunehmend an und verorten dieses in der Organisation. Hierfür existieren Grundregeln, die eingehalten werden sollten, um ein erfolgreiches System zu etablieren; hinzu kommt das Lernen aus jeder Fallarbeit.

Thema und Zielsetzung
Bedrohliche Situationen sind für alle Organisationen – auch Hochschulen – Teil der Realität. Sie sind nicht erwünscht, treten aber in unterschiedlichen Eskalationsstufen auf. Wer dies akzeptiert, kann vorbereitet sein. Prävention, Intervention und Nachsorge sind Elemente einer professionellen Befassung mit der Thematik.

Tatsächlich ist es so, dass problematisches und bedrohliches Verhalten regelmäßig auftritt. Und das ist auch normal, wenn viele Menschen, darunter junge Studierende, in einer Hochschule zusammentreffen, auch gerade mit dem Druck einer biographisch zentralen Ausbildungssituation; Studien aus Deutschland zeigen hier eindeutige Ergebnisse. Ohne ein systematisches Bedrohungsmanagement mit ausgebildeten AnsprechpartnerInnen bleiben diese Fälle zumeist unerkannt, und die betroffenen Personen leiden und wechseln manchmal die Hochschule. In Deutschland ist es auch wiederholt vorgekommen, dass Hochschulangehörige zum Ziel schwerer Gewalt geworden sind. In der Regel geschah dies nicht aus heiterem Himmel, sondern es waren Warnsignale im Vorfeld zu beobachten. Hier setzt das Bedrohungsmanagement an.

Das Forum hat die Stellung des Bedrohungsmanagements in Hochschulen verdeutlicht und bereits gemachte Erfahrungen in Hochschulen wurden gemeinsam diskutiert. Daneben gab es die Möglichkeit, konkrete Fallarbeit zu diskutieren. Dabei wurden spezifische Instrumente vorgestellt und an der Dynamik von Fällen erprobt. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut Psychologie und Bedrohungsmanagement (I:P:Bm) organisiert und hat den Teilnehmenden ausreichend Raum zur individuellen Vernetzung und zur Diskussion der eigenen sehr spezifischen Fragestellungen gegeben.

Nähere Auskünfte

Urte Ketelhön