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Forum Arbeitssicherheit 2019

"Back to the Roots..."
Gefährdungsbeurteilungen: kennen - erstellen - verantworten und umsetzen

Gefährdungsbeurteilungen – der Ursprung für das Handeln im Arbeitsschutz. Das Forum Arbeitsschutz 2019 befasste sich dieses Jahr mit dem Schwerpunkt Gefährdungsbeurteilung und somit mit ausgewählten Gefährdungsfaktoren und dem Umgang damit. Die Themen waren u. a.:

  • Prüfung von elektrischen Arbeitsmitteln,
  • Expositionen von CMR (cancerogen mutagen reprotoxic) Stoffen und damit verbundene Dokumentationspflichten nach den gesetzlichen Vorgaben,
  • Einbezug von Arbeitssicherheit bei Veranstaltungen sowie
  • Umgang mit Brand- und Explosionsgefahren.

Neben den einzelnen Gefährdungsfaktoren bildeten zwei Beiträge zum Umgang mit Gefährdungsbeurteilungen und deren Akzeptanz den Rahmen. Der Einstiegsinput beschäftigte sich damit, wie an Hochschulen mit der Thematik generell umgegangen wird, u. a. in Bezug auf die Verantwortung von Führungskräften und der Übertragung von Pflichten. Raum gegeben wurde auch der Frage, wie die Theorie der Arbeitsschutzanforderungen und -möglichkeiten in die Hochschulpraxis umgesetzt werden kann. Die größte Hürde besteht nämlich bei der Umsetzung des Arbeitsschutzes darin, die Motivation der Menschen an der Hochschule zu forcieren, sich für den Arbeitsschutz einzusetzen. Mit dem Experten Prof. Dr. Rüdiger Trimpop wurden die Einstellungen und Motivationen, die zu einem (Risiko)-Verhalten führen können, vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

Gründe für die Auswahl der Themen war deren kontinuierliche Aktualität über Jahre hinweg. Gerade die Umsetzung und Organisation an den Hochschulen mit ihren dezentralen Strukturen bildet oftmals die Herausforderung. Diese Auseinandersetzung aufzugreifen, war ein wesentliches Element der Veranstaltung. Daher wurde ausreichend Zeit für den Austausch und die Diskussion der einzelnen Themen zur Verfügung gestellt. Deshalb war methodisch vorgesehen, zu jedem Themeninput, welcher von einem ausgewiesenen Fachexperten vorgetragen wurde, einen moderierten Austausch zu ermöglichen. Die individuellen Vorgehensweisen, vorhandenen Möglichkeiten und Herausforderungen an den einzelnen Hochschulen sollten untereinander diskutiert werden. Der Gewinn durch den direkten Erfahrungsaustausch für jeden einzelnen konnte somit erhöht und verstetigt werden.

Ziel der Veranstaltung war es, den Teilnehmenden einen fachlichen Input zu unterschiedlichen Gefährdungen und den Umgang damit zu ermöglichen und dadurch einen Anstoß für eigene Handlungsmöglichkeiten mit auf den Weg zu geben. Ziel war es außerdem, dass damit an der eigenen Einrichtung adäquat reagiert und gehandelt werden kann. Die Veranstaltung hat neben dem fachlichen Wissenstransfer ein Forum zum Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung der Akteure geboten, die an Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen den Arbeitsschutz gestalten.

Vorträge

Nähere Auskünfte

Urte Ketelhön