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HIS-HE

Hessen: Flächenbestand nach Kostenrichtwertgruppen der Bauministerkonferenz und Ermittlung der Wiederherstellungskosten der hessischen Hochschulgebäude

Im Auftrag und in Abstimmung mit dem "Arbeitskreis Hochschulbau" der Universitätskanzler veröffentlichte die HIS-Hochschulentwicklung im Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung im Juni 2014 eine Erhebung zum Bau- und Instandsetzungsbedarf der deutschen Universitäten. Die Ermittlung erfolgte durch die HIS-Hochschulentwicklung durch eine mit dem Arbeitskreis abgestimmte Berechnungsmethode.

In den sowohl für die Privatwirtschaft als auch für öffentliche Liegenschaften existierenden Berechnungsmethoden zur Ermittlung der laufenden Kosten (Bauunterhalt) und Abschreibungen (Wertverlust bzw. Reinvestitionsbedarf) bilden die Wiederherstellungskosten zum Zeitpunkt der Berechnung die vergleichbare Basis.

An der o. g. Erhebung nahmen alle 5 hessischen Universitäten teil, so dass deren Flächenzuordnung bereits vorliegt. Zudem nahmen 3 der 7 angeschriebenen hessischen Fachhochschulen, aber keine der 3 angeschriebenen hessischen Kunst- und Musikhochschulen teil.

Im Bundesland Hessen erfolgt die Zuteilung der Mittel an die Hochschulen für deren Aufgabe "Bauunterhalt der landeseigenen Liegenschaften" über die leistungsorientierte Mittelzuweisung, sprich über Anzahl der Studierenden, Absolventen, Forschungsprojekte und Drittmittel in den einzelnen Fachclustern und ist somit nicht unmittelbar am Gebäudebestand orientiert. Die klassische Ermittlung des Bauunterhaltsbudgets auf Basis von Wiederherstellungskosten (im Land Hessen auf Basis des Friedensneubauwerts) entfiel, stattdessen gingen die erforderlichen Mittel mit Einführung der leistungsorientierten Mittelzuweisung darin auf.

Die Mitglieder der Unterarbeitsgruppe Bau zur Weiterentwicklung der leistungsorientierten Mittelzuweisung (LOMZ) unter Federführung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst möchten nach Prüfung der vorhandenen Daten aus dem Liegenschaftsbereich der Hochschulen eine einheitliche Datenbasis für eine mögliche Berechnungsmethode zur Ermittlung des Bauunterhalts der Hochschulliegenschaften im Rahmen der LOMZ erarbeiten. Dafür werden folgende Aufgaben durch die HIS-Hochschulentwicklung übernommen:

  • Zuordnung der Bestandsflächen zu den Kostenrichtwertgruppen der Bauministerkonferenz durch die Hochschulen überprüfen
  • Wiederherstellungskosten für die Bestandsgebäude ermitteln
  • Bau- und Instandsetzungsbedarf für die Bestandsgebäude nach Methode HIS-HE berechnen (nachrichtlich)
  • Begleitung der Arbeitsgruppe bei der Ausarbeitung eines für die hessischen Hochschulen im Rahmen der leistungsorientierten Mittelzuweisung geeigneten Berechnungsmodells

An der Erhebung der Flächen nach den Kostenrichtwertgruppen der Bauministerkonferenz nehmen alle Hochschulen des Landes Hessen teilnehmen.

Ihr Ansprechpartner

Jana Stibbe