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HIS-HE

Forschungsprojekt: Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen zur Förderung eines energieeffizienten Nutzerverhaltens (Beteiligung am BMBF-Projekt der Ruhr-Universität Bochum)

Ein Projekt von HIS und der Ruhr Universität Bochum (gefördert durch das BMBF)

Zum Thema "Vom Wissen zum Handeln – Neue Wege zum nachhaltigen Konsum" förderte das Bundesministerium für Bildung und Forschung ab 2008 zehn (Verbund)projekte.

Um eine nachhaltige Reduktion der CO2-Emissionen in Deutschland zu erreichen, sind vielfältige Wege zu beschreiten. Zwar liegt ein großes Potenzial in technischen Lösungen zur effizienteren Nutzung von Energie bzw. in neuen Energiesystemen, dies impliziert jedoch teilweise hohe Investitionen und schreckt daher manche Zielgruppen ab.

Mit viel geringeren Investitionen lassen sich über die Veränderungen des Nutzerverhaltens beachtliche Einsparungen erreichen; so schätzt die Energieagentur NRW das Einsparpotenzial durch verändertes Nutzerverhalten in öffentlichen Gebäuden auf bis zu 15 Prozent. Sowohl die Nutzung von Heizenergiewärme als auch die Benutzung elektrischer Geräte ist häufig in Alltagsroutinen eingebunden. Aktuelle psychologische Untersuchungen zeigen, dass gerade in der daraus resultierenden Habitualisierung starke Beschränkungen für die Veränderung solcher Verhaltensweisen liegen. So kann unter Rückgriff auf das Konzept der Habitualisierung erklärt werden, dass die gängige Interventionsstrategie der Informationsvermittlung (z. B. Energiespartipps) kaum Effekte zeigt (Abrahamse et al., 2005).

Ziel des Projektes war es, ausgehend von psychologischem Wissen über Habitualisierungen und deren Veränderung neue, effektive Interventionsstrategien zur Förderung effizienten Nutzerverhaltens in Organisationen zu entwickeln und umzusetzen. Mit Blick auf die Praxisrelevanz wurde als Untersuchungs- und Interventionssetting der Bereich der Energienutzung in öffentlichen Gebäuden (zunächst Hochschulen) gewählt. Hier liegen hohe Einsparpotenziale sowohl im Stromnutzungsverhalten als auch im Bereich der Wärmenutzung. Auf Grundlage der Interventionsstudien wurde in Kooperation mit Praxispartnern eine Standardstrategie und ein Konzept zu deren Verbreitung entwickelt.

Konkreter Beitrag von HIS war

  • die Analyse der Barrieren und Potenziale im System Hochschule,
  • der Aufbau eines Web-Portals "Energieeffizienz in Hochschulen",
  • die Verbreitung der Ergebnisse und die Diskussion der Konsequenzen mit Entscheidungsträgern.