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HIS-HE

Radikalisierungsprozesse erkennen, einschätzen, unterbrechen!

HIS-HE-Forum Bedrohungsmanagement am 6. und 7. November 2017 in Hannover

25.09.2017

Das HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (HIS-HE) veranstaltet in Kooperation mit dem Institut Psychologie & Bedrohungsmanagement, Hoffmann & Hoffmann GbR Darmstadtam 6. und 7. November 2017 das vierte Forum Bedrohungsmanagement: Zum Thema „Radikalisierungsprozesse erkennen, einschätzen, unterbrechen!“ werden ExpertInnen sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Hannover die spezifischen Herausforderungen für Hochschulen diskutieren.

Die Nachrichten zeigen: Extremismus und schwere Formen expressiver Gewalt haben viele Gesichter. Dabei scheinen Jugendliche und junge Erwachsene in einem besonderen Maße ansprechbar für Ideologien sowie deren Aufbereitung durch extremistische Gruppierungen zu sein. Anhand von empirischen Befunden, Rahmenmodellen und gemeinsamen Fallanalysen sollen im Rahmen des 2-tägigen Seminars die Erscheinungsformen und Bedingungsfaktoren des vielschichtigen Phänomens der Radikalisierung von Individuen und Gruppen hin zu einer ideologischen Gewaltorientierung beleuchtet werden. Dabei stehen insbesondere Radikalisierungsprozesse von jungen Menschen aus dem rechtsextremen und jihadistischen Spektrum im Mittelpunkt.

Ziel des Seminars ist die Vermittlung von praxisrelevantem Basiswissen sowie eines tiefen Fallverständnisses zum Phänomen der extremistischen Radikalisierung. Dabei stehen folgende Fragestellungen im Mittelpunkt:

  • Welche psychologische Funktion haben Ideologien, Verschwörungstheorien und andere menschenfeindliche Narrative?
  • Was zeichnet extremistische Gruppenkontexte und radikale Milieus aus?
  • Welche Rolle spielt das Internet bei der Mobilisierung und Rekrutierung extremistischer Gruppierungen?
  • Durch welche Phasen sind Radikalisierungsprozesse charakterisiert und welche Hinweise gibt es, die auf problematische Entwicklungen bei jungen Menschen schließen lassen?
  • Wie unterscheiden sich Einzeltäter von Terroristen, die ihre Taten in der Gruppe begehen?
  • Was unterscheidet geplante von spontanen Gewalteskalationen?
  • Welche Rolle spielt das Geschlecht?
  • Wo kann Bedrohungsmanagement und Deradikalisierung ansetzen?

Diese Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Institut Psychologie & Bedrohungsmanagement, Hoffmann & Hoffmann GbR Darmstadt organisiert. Das Seminar richtet sich an Mitarbeitende in Hochschulen aus den Bereichen Sicherheit, Personal, Recht, Verwaltung, Kommunikation sowie Betriebsräte und weitere Verantwortliche, die mit den Themen Prävention und Gewalt am Arbeitsplatz konfrontiert sind.

Nähere Auskünfte

Joachim Müller

Pressekontakt

Katharina Seng