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Fachbereichsentwicklung, Forschungsstrategie und innovatives Hochschulmanagement an HAW

HIS-HE-Fachtagung „Strategische Entwicklung von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften“ am 4./5. September 2018 in Hannover

24.07.2018

Das HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (HIS-HE) organisiert am 4. und 5. September 2018 in Hannover die dritte Fachtagung „Strategische Entwicklung von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften“. Zentrale Themen der Tagung sind die Fachbereichsentwicklung, Forschungsstrategien und innovatives Hochschulmanagement an HAW.

Hochschulen für Angewandte Wissenschaften haben sich in den vergangenen Jahren vehement weiterentwickelt und sind mit dem traditionellen Typus einer akademischen Lehranstalt, genannt Fachhochschule, nicht mehr zu vergleichen. Stattdessen haben die HAW zunehmend einen speziellen Charme entwickelt, bei dem praxisorientierte Lehre mit anwendungsbezogener Forschung und Entwicklung verknüpft wird. In engem Kontakt mit (über)regionalen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteuren werden Transferprojekte vorangetrieben, in denen Studierende frühzeitig praktische Erfahrungen sammeln und das theoretische Wissen in praxisrelevante Felder übertragen können. Diese enge Verzahnung garantiert denn auch häufig einen reibungslosen Eintritt der Absolventen in die Berufspraxis. Sie trägt damit aber auch wesentlich zur Lösung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen bei.

Die Entwicklung der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften zeigt sich neben der wachsenden Zahl der Studierenden auch in der deutlichen Ausweitung des Fächerspektrums. Zudem sind Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in der Forschung sehr erfolgreich gewesen. Wenngleich die strukturellen Rahmenbedingungen für Forschung an HAW – wie das hohe Deputat der Hochschullehrer, der fehlende Mittelbau und die unzureichende Forschungsinfrastruktur – wahrlich nicht optimal sind, so wird an den HAW gleichwohl so viel und so intensiv geforscht wie nie zuvor. Dieser Trend zeigt sich neben dem deutlichen Ansteigen der Drittmittel u. a. auch in der Verleihung des Promotionsrechts an drei Promotionszentren an HAW in Hessen, der Gründung von 17 Technologietransferzentren in Bayern oder auch der Forderung nach der Gründung einer Deutschen Transfergemeinschaft (DTG) in Analogie zur DFG.

Gleichwohl sind Hochschulen für Angewandte Wissenschaften aufgefordert, sich dem zunehmenden Wettbewerb im Prozess der Ausdifferenzierung des Hochschulsystems zu stellen und sich in ihrer inneren Verfasstheit zu professionalisieren. Nur so können sie den aktuellen Herausforderungen und gesellschaftlichen Veränderungen aktiv begegnen.

Die Veranstaltung möchte hierfür einen Rahmen bieten und Diskussionsprozesse zu den folgenden Fragestellungen anregen:

  • Fachbereichsentwicklung: Wie lässt sich die strategische Entwicklung von Fachbereichen vorantreiben? Über welche Elemente muss diese verfügen? Wie können spezifische Profile beteiligungsorientiert erarbeitet und implementiert werden?
  • Forschungsstrategie: Wofür ist eine Forschungsstrategie überhaupt notwendig? Welche Vorteile hat eine Forschungsstrategie für den einzelnen Wissenschaftler? Wie kann man den Prozess der Entwicklung einer Forschungsstrategie organisieren?
  • Verwaltungsmodernisierung/Hochschulmanagement: (Wie) Lässt sich eine Hochschulverwaltung steuern? Welche Instrumente/Bezugskonzepte stehen dafür zur Verfügung? Welche Vorteile bringt ein Prozessmanagement der Hochschulverwaltung?

Die Veranstaltung richtet sich an Mitglieder von Hochschulleitungen und Dekanaten aus Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und sowie an MitarbeiterInnen aus den Bereichen Hochschulentwicklung, Hochschulmanagement, Hochschulsteuerung sowie Organisations- und Personalentwicklung.

Zur Anmeldung

Nähere Auskünfte

Peter Altvater

Pressekontakt

Katharina Seng