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HIS-HE

Energieeffizienz

Energieeffizienz steht hier als ein Schlagwort für alle Aktivitäten mit Bezug zum Thema Energie, die für Hochschulen und Forschungseinrichtungen von Bedeutung sind. Die systematische Befassung mit Energiebeschaffung und Energieverwendung ist angesichts der gesellschaftspolitischen Bedeutung des Themas und der Kostenrelevanz in Hochschulen und Forschungseinrichtungen ein Muss. Allein die konkrete Ausprägung ist häufig noch sehr begrenzt und vielerorts bleiben Potenziale unentdeckt. Ein Konflikt, der eigentlich keiner sein muss, ergibt sich dadurch, dass die Freiheit von Lehre und Forschung und zum Teil auch die Gewährleistung attraktiver Studien- und Forschungsbedingungen höchste Priorität haben. Damit verbunden ist auch, dass finanzielle Ressourcen für bauliche und technische Maßnahmen sowie personelle Ressourcen für organisatorische oder verhaltensbedingte Maßnahmen bereits in der Forschung und Lehre immer knapp sind und außerhalb dieses Kerngeschäfts noch viel schwieriger zu bekommen sind. Und dennoch passiert hier viel, was die Einsparungserfolge einzelner Hochschulen zeigen. Auch Fördergelder haben hier bereits einiges bewirken können.

Langfristige Einsparungspotenziale haben jedoch nachweislich diejenigen Hochschulen entwickelt, die weniger einzelmaßnahmenbezogen und aktionistisch handeln, als sich systematisch mit der Thematik des Energieeinsatzes, im Sinne eines Energiemanagements, befassen. Zeitreihen belegen außerdem, dass nicht nur die hochinvestiven Maßnahmen am Gebäude für rückläufige Energieverbräuche sorgen. Die Bandbreite der Möglichkeiten und Ideen ist hoch und wird nicht zuletzt durch den Mut und die Kreativität des Fachpersonals vor Ort geprägt.

Energieeffizienz bedeutet auch, das Verhältnis von Nutzen und Aufwand im Blick zu haben. Neben dem Aspekt der Kosteneinsparung erkennen viele Hochschulen auch die politische Facette einer „energieeffizienten Universität“ im Fokus. Konkrete Aussagen zur Energieeffizienz und zur CO2-Neutralität werden offensiv platziert. Zahlreiche Einrichtungen setzen auf erneuerbare Energien in eigenen Anlagen wie z. B. Solaranlagen oder beziehen Ökostrom. Das ökologische Bewusstsein rechtfertigt hier auch eine höhere Investition.

Folgende Potenziale gilt es in den Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu prüfen:

  • Aufbau eines Energiemanagements mit der Komponente Energiecontrolling
  • Entwicklung Im IT-Bereich (Green IT)
  • Energieversorgung (Einsatz regenerativer Energien)
  • Prüfung organisatorischer Maßnahmen (Betriebszeiten, Veranstaltungsverlagerungen)
  • Prüfung verhaltensbezogener Maßnahmen (Information, Kampagnen)

HIS-HE hat in den letzten Jahren die Entwicklung im Bereich intensiv verfolgt und Hochschulen durch Information und Beratung in vielfältiger Weise auf ihrem Weg zur Energieeffizienz unterstützt. Im Rahmen von Projekten sei hier die Erstellung von CO2-Bilanzen und Klimaschutzkonzepten sowie die systematische Erfassung und Prüfung von verhaltensbedingten Maßnahmen, beispielhaft genannt. Heute ist HIS-HE in der Lage, Hochschulen unter Berücksichtigung ihrer spezifischen Rahmenbedin-gungen konkrete Handlungsempfehlungen auszusprechen und unterrichtet die Hochschulen darüber hinaus laufend über Newsletter, Internetportale und Fortbildungsveranstaltungen über aktuelle Entwicklungen im Bereich des energieeffizienten Handelns der Hochschulen.

2015

EnEff Campus 2020-Online-Umfrage zum Energiemanagement

Vortrag auf der Veranstaltung der TU Braunschweig (Institut für Gebäude- und Solartechnik) und der HIS-HE am 12.11.2014 in Braunschweig

2012

Achieving and measuring energy savings through behavioural changes-The challenge of measutability in the actual operation of university buildings

In Rico Defila, Antonietta Di Giulio, & Ruth Kaufmann-Hayoz (Hrsg.), The Nature of Sustainable Consumption and How to Achieve it (S. 383-398). München: oekom

CO₂-Bilanz Hessen

Vortrag am 22.09.2012 auf der Sitzung des Arbeitskreises Nutzung und Bedarf an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Energiemanagement in Hochschulen

Forum Hochschule 13|2012

2011

Spezifische Potenziale & Perspektiven an Hochschulen

In: Change - Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen (S. 183-218).

2009

Der Energieausweis ist da – wie geht es weiter?-Der Weg zum Energiecontrolling

Vortrag auf dem Workshop "Energiemanagement" der Hochschulübergreifenden Weiterbildung Niedersachsen, Hannover.

Energiebenchmarking an Hochschulen

Vortrag am 11.02.2009 auf der 3. Sitzung der Arbeitsgruppe HMWK/Hochschulen in Wiesbaden

2004

Umweltmanagement im Dienstleistungsbereich-Beispiel Hochschulen

In Martin Myska (Hrsg.), Der TÜV-Umweltmanagement-Berater – Wegweiser zur Zertifizierung. Köln: TÜV Media.

1999

1998